Heinrich-Piepmeyer-Haus
Hüfferstraße 41
48149 Münster

 

Aufgrund der Entstehungsgeschichte und der Interdisziplinarität der Kita gibt es sehr viele Themen und Aspekte, die zu den Inhalten der Arbeit in der Kita des Heinrich-Piepmeyer-Hauses gehören. Im Konzept der Kita sind die wichtigsten Punkte angesprochen.


Mittlerweile gibt es Rechtsvorschriften auf Bundes- und Landesebene, wie das nordrhein-westfälische Kinderbildungsgesetz (KiBiz) und das achte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe), aus denen sich ein umfassender Bildungs- und Erziehungsauftrag für Kindertagesstätten ergibt.

Grundlegend für die Arbeit in der Kita ist aber § 4 Abs. 3 des neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen):

„Leistungen für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder werden so geplant und gestaltet, dass nach Möglichkeit Kinder nicht von ihrem sozialen Umfeld getrennt und gemeinsam mit nicht behinderten Kindern betreut werden können. Dabei werden behinderte Kinder alters- und entwicklungsentsprechend an der Planung und Ausgestaltung der einzelnen Hilfen beteiligt und ihre Sorgeberechtigten intensiv in Planung und Gestaltung der Hilfen einbezogen.“

An dieser Stelle sei noch kurz auf den relativ neuen und in Nicht-Fachkreisen eher unbekannten Begriff „Inklusion“ eingegangen: Während „Integration“ die Einbeziehung von Behinderten bedeutet, ist der Begriff „Inklusion“ weitreichender. Es ist - aus deutscher Sicht – ein neuer Standpunkt, der besagt: „Jeder ist anders“ und wird ggf. durch die Umwelt, Rahmenbedingungen, Gebäude usw. eingeschränkt, sprich: behindert. Diese Hindernisse sollen gänzlich beseitigt werden, damit alle gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Dieser Ansatz ist umfassend und erfordert ein Umdenken, um wirkliche Teilhabe im öffentlichen Leben und in der Gesellschaft zu erreichen. In der Kita im Heinrich-Piepmeyer-Haus ist Inklusion kein bloßes Wort, kein Ziel mehr: hier wird Inklusion seit knapp 20 Jahren gelebt.